Mit einem 4:2-Sieg gegen Haus sicherten wir uns sensationell den fünften Meistertitel!
ERSTELLT AM 16.06.2019
Spielbericht: SV Rohrmoos – SV Haus 4:2
Ennstaler Dorfmeisterschaft 14. Runde
(1:2)
4:2
Sa, 15.06.2019, 17:00 Gulling Arena Oppenberg
SV Haus
SV Rohrmoos-Untertal
Es   war   eines   der   ganz   speziellen   Fußballspiele,   die   Du   als   Spieler,   Trainer,   Mitglied   oder Sympathisant   einer   Mannschaft   erlebt   haben   musst.   Das   sind   Momente   für   die   Ewigkeit,   und da   spielt   es   keine   Rolle,   ob   es   um   einen   Champions-League-Titel   oder   um   die   Ennstaler Dorfmeisterschaft geht. Ganz   gewaltig,   dass   der   SV   Rohrmoos   mit   über 60    Spielern    und    Fans    im    fernen    Oppenberg vertreten      war.      Hoffentlich      haben      alle      die himmlische    Bewässerung    gesund    überstanden, aber    so    ein    Wetter    macht    das    Match    noch denkwürdiger,   und   das   Dabeisein   war   zweifellos auch eine Verkühlung wert. Begonnen   hat   es   im   Trockenen.   Der   SV   Haus war   mit   einer   sehr   starken   Besetzung   am   Start, aber   dass   sie   es   uns   so   schwer   wie   möglich   machen   wollten,   war   freilich   auch   zu   erwarten. Weil   Andreas    Stocker    nach    seiner    Bänderzerrung    vom    Spiel    gegen    Selzthal    noch    nicht einsatzfähig   war,   führte   erstmals   Matthias   „Zoasa“   Stocker   die   Rohrmooser   Mannschaft   als Kapitän auf das Feld. In   der   ersten   Viertelstunde   waren   beide   Teams   um   Ordnung   und   Ballsicherheit   bemüht.   Es war    von    Beginn    ein    temporeiches    Spiel,    aber    vorerst    verhinderte    die    taktische    Disziplin bemerkenswerte   Torgefahr.   Dann   brachte   ein   Pressball   bei   einer   Abwehraktion   von   Matthias Stocker    die    Hauser    in    eine    günstige    Angriffsposition,    aber    der    anschließende    Heber überquerte   das   Torgehäuse.   Kurz   danach   landete   ein   Freistoß   von   der   Strafraumgrenze   in der Mauer, und der knapp am Tor vorbeifliegende Nachschuss war keineswegs harmlos. Auf   der   anderen   Seite   ergaben   sich   zunächst   nur   nach   Eckbällen   einige   Torgelegenheiten.   In der   20.   Minute   wehrte   der   Hauser   Torhüter   Mlinaritsch   einen   Schuss   von   Karl   Thaler   ab,   fünf Minuten   später   verfehlte   Mario   Sieder   das   Tor,   und   es   folgte   noch   eine   Kopfballchance   von Peter Weichbold. In   der   30.   Minute   überraschten   allerdings   die   Hauser   mit   einem   schnellen   Pass   die   SVR- Abwehr,    und    beim    Rettungsversuch    brachte    Norbert    Knauss    den    mit    hohem    Tempo heranstürmenden   Manuel   Karelly   zu   Fall,   was   den   Schiedsrichter   nicht   ganz   überraschend zum   Elfmeterpfiff   bewegte.   Zur   Ausführung   legte   Marc   Mlinaritsch   den   weiten   Weg   zum gegnerischen   Strafraum   zurück   und   verwandelte   souverän   gegen   seinen   Tormannkollegen Mathias Schütter zum Führungstreffer. Unsere     Rohrmooser     Mannschaft     zeigte     sich     nicht     allzu     schockiert     vom     ärgerlichen Rückschlag,    und    bei    konsequenter    Regelauslegung    hätte    ihr    in    der    35.    Spielminute    ein Handelfmeter   zugestanden.   Wenn   es   nicht   gut   läuft,   hilft   oft   etwas   Bewährtes,   und   das   waren zuletzt   die   Freistoßflanken   von   Andi   Zechmann.   In   der   43.   Minute   zirkelte   er   wie   bereits   in Mitterberg   eine   solche   an   den   langen   Pfosten,   wo   dieses   Mal   Peter   Weichbold   aus   kurzer Distanz gekonnt zum Ausgleich einschädelte. Nur   waren   die   Spieler   des   SV   Haus   davon   wenig   beeindruckt   und   starteten   sofort   einen Gegenangriff,    der    zu    einer    Eins-zu-Eins-Situation    führte,    in    der    unser    aufmerksamer Torwächter    Mathias    Schütter    mit    einer    großartigen    Abwehr    den    zweiten    Gegentreffer verhinderte.   Der   passierte   dann   allerdings   nur   eine   Minute   später,   als   ein   Steilpass   auf   die linke   Angriffsseite   von   Manuel   Karelly   angenommen   wurde,   und   der   Ex-Skirennläufer   mit Europacup-Erfahrung   versenkte   den   Ball   mit   einem   Dropkick   von   der   Strafraumgrenze   zur erneuten Hauser Führung kurz vor dem Halbzeitpfiff. Bekanntlich   ist   das   ein   extrem   ungünstiger   Zeitpunkt   für   ein   Gegentor,   und   ob   der   bis   dahin sehr   überzeugenden   körperlichen   Präsenz   des   Titelverteidigers   glaubten   wohl   nicht   mehr sehr   viele   Zuschauer   an   ein   Comeback   des   SV   Rohrmoos.   Noch   weniger,   als   die   Hauser nach   einer   Ecke   gleich   zu   Beginn   des   zweiten   Abschnitts   erneut   zu   einer   guten   Chance kamen. Wie   wir   es   auch   von   denkwürdigen Aufholjagden   aus   Profispielen   kennen,   braucht   es   in   einer derartigen   Situation   eine   Initialzündung,   um   den   Glauben   an   den   Sieg   neu   zu   erwecken. Dafür   sorgte   Alexander   Hutegger,   der   sich   in   der   56.   Minute   mit   einem   Sololauf   bis   zum Strafraum   durchsetzte,   bis   ihm   ein   Verteidigerhaxn   in   die   Quere   kam.   Schwer   zu   beurteilen, ob   der   anschließende   Sturz   vermeidbar   war,   aber   wenn   der   Schiedsrichter   pfeift,   ist   es Elfmeter,   und   wir   hatten   eh   noch   einen   gut.   Georg   Skopek   versuchte   es.   Gleiche   Ecke   wie beim   verschossenen   Elfer   in   Mitterberg?   Tatsächlich! Aber   diesmal   zappelte   der   Ball   im   Netz und der SVR war wieder voll im Geschäft. Kurz   danach   begann   das   große   Plätschern   mit   stürmischem   Regen,   der   bis   zum   Schlusspfiff anhielt.   Aber   wen   stört   das   bei   so   einem   Match?   Unser   kurz   zuvor   ausgetauschter   Stürmer Peter    Weichbold    übernahm    direkt    eine    neue    Rolle    als    Motivator    an    der    Seitenlinie    und erkannte    sofort,    dass    jetzt    „insa    Wetter“    ist.    Und    plötzlich    erlebten    wir    die    wunderbare Eigendynamik,   durch   die   der   einen   Mannschaft   immer   mehr   gelingt,   während   die   andere immer hilfloser wirkt. Das    Angriffsspiel    des    SV    Haus    war    fortan    nicht    mehr    wirklich    existent,    was    auch    der exzellenten   Defensivarbeit   der   Rohrmooser   zu   verdanken   war. Aber   der   auch   in   diesem   Jahr zum   besten   Dorfliga-Torhüter   gewählte   Marc   Mlinaritsch   zeigte   dafür   weiterhin   seine   Klasse, besonders   als   der   eingewechselte   Christian   „Grilli“   Fischbacher   ihn   in   der   67.   Minute   mit einem   kernigen   Kopfball   herausforderte.   Fünf   Minuten   später   war   ein   Freistoß   angesagt.   Den Schuss   von Andi   Zechmann   wehrte   Mlinaritsch   zwar   ab,   doch   unser   Georg   Skopek   weiß   fast immer wo er stehen muss und staubte meisterlich zur 3:2-Führung ab. Der   SVR   war   auf   der   Siegerstraße   angekommen,   und   die Aufregung   an   den   Seitenlinien   war deutlich   hör-   und   sichtbar.   Die   Mannschaft   kämpfte   und   grätschte   um   jeden   Ball.   Und   drei Minuten   nach   der   Führung   kam   die   Kugel   wieder   zu   Skopek.   Und   der   ließ   sich   nicht   lang bitten   und   zog   fulminant   von   der   Strafraumgrenze   ab   –   4:2!   Hattrick!   Was   für   eine   Show! Spieler und Betreuer waren nicht mehr zu halten. Nur noch wenige Minuten durchhalten! Die   Hauser   ersparten   uns   das   große   Zittern,   weil   sie   gar   nicht   mehr   aussichtsreich   in Tornähe kamen.   Wollte   unser   Trainer   Martin   Gerhardter   noch   zwei   oder   drei   frische   Kräfte   von   der wegen   Dachschaden   ziemlich   nassen   Reservebank   eintauschen?   Wenn   ja,   dann   hat   er   es   in der Aufregung vergessen oder wir haben es übersehen. Wurschtegal. Und   deutlich   vor   der   90.   Minute   war   es   dann   soweit:   Schlusspfiff!   Endlich   wieder   Meister nach   14   Jahren!   Dann   folgte,   was   unser   junger   Nachwuchskicker   Victor Aichmann   begeistert als     „Platzsturm“     bezeichnet.     Im     strömenden     Regen     bejubelte     nahezu     die     gesamte anwesende SVR-Gemeinde den historischen Erfolg ausgelassen auf dem Platz. Das   Abschlussfest   mit   der   Siegerehrung   bleibt   für   das   gesamte   Team   des   SV   Rohrmoos- Untertal   ein   erinnerungswürdiges   Erlebnis.   Wir   waren   dabei   doch   alle   noch   geistig   frisch, oder? Ausklang: Bitte,   wann   haben   die   Hauser   jemals   vier   Gegentore   kassiert?   Es   ist   erst   drei   Jahre   her,   aber gefühlt   weitaus   länger.   Der   größere   Siegeswille   hat   das   Finale   entschieden.   Im   Fernsehen würden    einige    Kommentatoren    die    SVR-Mannschaft    nach    so    einem    Spiel    sicher    als Mentalitätsmonster    bezeichnen,    aber    für    so    einen    scheußlichen    Begriff    schauen    unsere Spieler viel zu gut aus. Wir   bedanken   uns   nochmals   sehr   herzlich   beim   Organisationsteam   der   Dorfmeisterschaft und   besonders   beim   Abschlussturnierveranstalter   SV   Oppenberg.   Die   Getränkerechnung   ist ja   derweil   noch   nicht   beim   Kassier   angekommen.   Überhaupt   waren   wir   sehr   begeistert   von der   Sportlichkeit   und   Fairness,   die   wir   von   allen   sieben   Mitbewerbern   erlebt   haben.   Am liebsten    würden    wir    den    Fair-Play-Pokal    aufteilen.    Beim    Meisterpokal    sind    wir    weniger spendabel.    In    der    34.    Ennstaler    Dorfmeisterschaft    wollen    wir    uns    selbstverständlich    als würdiger    Titelträger    beweisen,    und    wenn    es    gut    geht,    dürfen    wir    vielleicht    auch    in Donnersbach wieder ein spannendes Finalspiel bestreiten. Auf   kritische   Worte   können   wir   jetzt   absolut   verzichten,   und   dieser   Bericht   ist   schon   wieder viel    zu    ausführlich    für    die    gestressten    Leser.    Wir    werden    aber    in    Kürze    noch    eine Saisonbilanz   nachliefern,   weil   wir   von   der   33.   Dorfmeisterschaft   einfach   immer   noch   nicht genug haben. Aufstellung: Tormann Mathias Schütter Verteidigung Gerhard Fischbacher, Norbert Knauss, Matthias Stocker, Toni Stocker Mittelfeld    Mario Sieder, Karl Thaler, Andreas Zechmann, Alexander Hutegger Sturm Georg Skopek, Peter Weichbold (ab 58 min Christian Fischbacher)
DIE SPIELE DER RUNDE 14
DIE TABELLE
BESTE TORSCHÜTZEN BESTE VORLAGENGEBER
Georg Skopek 10 Tore Andreas Zechmann 7 Tore Peter Weichbold 4 Tore Alexander Hutegger 3 Tore Andreas Stocker 3 Tore Ch. Fischbacher 3 Tore Norbert Knauß 3 Tore Mario Sieder 2 Tore Tobias Huemer 2 Tore Karl Thaler 2 Tore Stefan Scherz 1 Tor Norbert Pitzer 1 Tor
Andreas Zechmann 7 Vorlagen Peter Weichbold 4 Vorlagen Georg Skopek 2 Vorlagen Alexander Hutegger 2 Vorlagen Mario Sieder 2 Vorlagen Tobias Huemer 2 Vorlagen Meinhard Steiner 2 Vorlagen Andreas Stocker 1 Vorlage Matthias Stocker 1 Vorlage Robin Hutegger 1 Vorlage Karl Thaler 1 Vorlage Michael Wiesbauer 1 Vorlage Sebastian Trinker 1 Vorlage Norbert Knauß 1 Vorlage Stefan Scherz 1 Vorlage
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