Vor gar nicht allzu langer Zeit hat die 33. Ennstaler Dorfmeisterschaft mit einem spannenden Saisonfinale in Oppenberg ein Ende gefunden.
ERSTELLT AM 30.06.2019
Ennstaler Dorfmeisterschaft 2018/19 - Abschlussbericht
Vor    gar    nicht    allzu    langer    Zeit    hat    die    33.    Ennstaler    Dorfmeisterschaft    mit    einem außergewöhnlich   spannenden   Saisonfinale   in   Oppenberg   am   15.   Juni   ein   Ende   gefunden.   Es war   eine   Spielzeit,   die   auch   sehr   wegweisend   für   die   Weiterentwicklung   des   traditionsreichen Wettbewerbs     war.     Wie     noch     nie     zuvor     spielten     taktische     Überlegungen,     schnelle Balleroberung   oder   Umschaltmomente   eine   wesentliche   Rolle,   und   es   war   eine   deutliche Steigerung   des   Spieltempos   zu   beobachten.   Mit   diesen   moderneren Aspekten   sinkt   auch   der Altersdurchschnitt   der   einzelnen   Mannschaften.   Für   die Attraktivität   der   Spiele   ist   das   absolut positiv,     nur     die     klassischen     Freizeitspieler     werden     es     immer     schwerer     haben,     auf Einsatzzeiten zu kommen. Sicher   hat   der   SV   Haus   II   bereits   in   der   Vorsaison   Maßstäbe   gesetzt,   die   den   anderen Teilnehmern    aufgezeigt    haben,    dass    Anpassungen    notwendig    sind,    um    in    der    Dorfliga konkurrenzfähig   zu   bleiben.   Der   SV   Rohrmoos   hat   es   im   Eiltempo   geschafft,   durch   eine Systemveränderung   und   einige   gut   ausgebildete   Verstärkungen   ein   Niveau   zu   erreichen,   mit dem     der     Titelverteidiger     gefordert     und     am     Ende     sogar     überflügelt     wurde.    Andere Mannschaften   werden   gewiss   auch   bald   aufholen,   so   dass   das   Rennen   um   die   Meisterschaft zukünftig wieder ausgeglichener wird. Es    war    ein    wahrer    Genuss,    den    Weg    unserer    Rohrmooser    Mannschaft    von    den    ersten Testspielen   bis   zum   glorreichen   Abschluss   mit   dem   Gewinn   der   Meisterschaft   zu   verfolgen   - abgesehen    von    den    zahlreichen    lästigen    Regentropfen    bei    mindestens    sechs    Spielen. Frühzeitig   hat   sich   angedeutet,   dass   mit   den   Neuzugängen   nach   dem   in   der   Vorsaison enttäuschenden   6.   Platz   mit   nur   12   Punkten   eine   deutliche   Steigerung   zu   erwarten   ist.   Mit einem    klaren    Plan    brachte    Neu-Trainer    Martin    Gerhardter    die    Mannschaft    auf    den Erfolgskurs.   Deutliche   Markenzeichen   waren   die   Umstellung   auf   eine   Vierer-Abwehrkette   und ein   aggressives   Pressing   bei   gegnerischem   Ballbesitz.   Sicher   waren   auch   die   verbesserte individuelle    Klasse    und    die    Fitness    wesentliche    Pluspunkte,    aber    der    wahrscheinlich wichtigste Baustein war der Teamgeist. Es    entstand    ein    Zusammenhalt,    bei    dem    auch    die    großen    Altersunterschiede    nie    ein Hindernis   waren.   Ein   ungewöhnlich   großer   Teil   der   Mannschaft   besteht   aus   Spielern,   die   in der   Gemeinde   Rohrmoos-Untertal   aufgewachsen   sind.   Viele   davon   kennen   sich   seit   frühen Kindheitstagen   und   haben   bereits   gemeinsam   im   Kindertraining   des   Vereins   gekickt,   oft   auch schon   vom   jetzigen   Trainer   betreut.   Und   Martin   Gerhardter   hatte   plötzlich   ein   Problem,   das wohl   fast   jeder   seiner   Vorgänger   gern   einmal   erlebt   hätte:   Vor   nahezu   jedem   Ligamatch   war die    Auswahl    an    einsatzbereiten    Spielern    so    zahlreich,    dass    er    einigen    davon    mitteilen musste, dass sie gar nicht dabei sein können.  In   den   14   Spielen   ohne   Niederlage   haben   27   Spieler   ihren   Teil   zum   Triumph   beigetragen. Auch    wer    weniger    Einsatzminuten    bekommen    hat,    war    für    das    gesamte    Team    extrem wertvoll. Bei allem Ehrgeiz sind die Sportlichkeit und die Fairness absolut bemerkenswert. Wieder   einmal   hat   unser   unverzichtbarer   Stammesältester   Norbert   Knauss    eindeutig   mehr Zeit   auf   dem   Spielfeld   verbracht   als   alle   anderen   -   bei   12   Einsätzen   immer   in   der   Startelf,   nie ausgewechselt.    Für    seine    drei    Saisontore    brauchte    er    nur    20    Minuten    im    legendären Heimspiel gegen Oppenberg. Sogar   13   Mal   war   Alexander   Hutegger   im   Einsatz.   Das   gilt   auch   für   Tobias   Huemer ,   der ausgerechnet   das   Finale   verpasste.   Die   zwei   auch   kämpferisch   überzeugenden   Flügelspieler wurden   zwar   öfter   als   ihre   Kollegen   ausgewechselt   (jeweils   6   Mal),   aber   sie   erzielten   einige absolut entscheidende Tore und Vorlagen. Nach   eigenen   Angaben   hat   Peter   Weichbold    jetzt   als   Einziger   mit   zwei   verschiedenen Mannschaften      die      Dorfmeisterschaft      gewonnen.      Wird      schon      stimmen.      Mit      acht Torbeteiligungen   in   nur   sieben   Spielen   nutzte   keiner   seine   Spielzeit   effektiver.   Einen   noch besseren   Durchschnitt   hat   nur   Meinhard   Steiner    mit   zwei   herrlichen   Torvorlagen   bei   seinem einzigen Spiel in Selzthal erreicht. Durch   eine   phänomenale   Frühjahrsrunde   inklusive   Jubiläumstor   1000   und   Meister-Hattrick war   unser   Top-Torjäger   Georg   Skopek   ein   Garant   für   den   Meistertitel.   Mit   seinen   insgesamt zehn   Toren   war   er   zwar   nicht   Liga-Torschützenkönig,   aber   dafür   spielte   er   auch   ein   ganzes Match als Torhüter. Unser   eigentlicher   Kombinationsmeister   ist   aber   Christian   Fischbacher ,   der   in   fünf   Spielen als   Tormann   nur   ein   Gegentor   kassierte   und   in   sechs   Spielen   als   Stürmer   drei   Tore   erzielte. Ebenfalls    fünfmal    hütete    Mathias    Schütter    das    SVR-Tor.    Und    obwohl    er    dabei    sechs Gegentore hinnehmen musste, hat er das Spielfeld immer als Sieger verlassen. Das   Tormann-Aufgebot   komplettiert   Stefan   Breuninger    mit   seinen   drei   Einsätzen   im   Herbst, bei   denen   der   SVR   mit   9:1   Toren   auch   ziemlich   gut   abgeschnitten   hat.   Berufsbedingt   stand uns   auch   Giwrgos   Prionidis    nur   im   Herbst   zur   Verfügung   und   hat   als   Verteidiger   bei   zwei Zu-Null-Siegen entscheidend mitgeholfen. Das   Verletzungspech   hat   Lukas   Knauss   schon   zum   Saisonauftakt   hart   erwischt   und   weitere Einsätze   verhindert.   Zu   ihren   ersten   Kurzeinsätzen   kamen   unsere   Jüngsten   Michael   Stocker und   Lukas   Reiter .   Alle   drei   sind   sehr   fleißige   Trainierer,   waren   immer   sehr   nah   an   der Mannschaft     und     haben     beste     Voraussetzungen,     sich     in     den     nächsten     Jahren     zu Stammspielern zu entwickeln. Den   Durchbruch   schnell   geschafft   hat   Toni   Stocker ,   der   nach   seiner   Premiere   im   Frühjahr   in der   Sölk   bis   zum   Finale   ein   Fixposten   in   der   Verteidigung   war   und   seinen   Teil   zu   sechs Siegen   in   sechs   Spielen   beigetragen   hat. Auch Außenverteidiger   Gerhard   Fischbacher   ist   aus dem Team   kaum   noch   wegzudenken,   nachdem   er   in   der   Frühjahrsrunde   nie   gefehlt   und   mehr Einsatzzeit als jeder andere gesammelt hat. Mit   enormer   Zweikampfstärke   und   vielen   klugen   und   gekonnten   Pässen   zeigte   Matthias Stocker   in   seinen   neun   Einsätzen   ein   Niveau   als   Verteidiger,   wie   es   in   der   Dorfmeisterschaft zuvor   sicher   selten   zu   erleben   war.   Nur   einmal   weniger   stand   Heinrich   Lettner   mit   jederzeit zuverlässigen     Leistungen     im     Team,     der     nebenher     auch     noch     einen     großartigen Schulabschluss absolvierte. Drei   Spieler   hat   unser   Trainer   besonders   gern   eingewechselt,   nämlich   jeweils   genau   fünfmal. Mit   einem   wertvollen   Jokertor   zur   2:1-Führung   legte   dabei   Norbert   Pitzer    per   Freistoß   im ersten    Saisonspiel    gegen    Kleinsölk    den    Grundstein    für    die    folgenden    Erfolgsserien.    Im gleichen   Match   lieferte   Sebastian   Trinker    eine   wichtige   Torvorlage,   der   im   Saisonverlauf meistens   im   letzten   Spieldrittel   für   Entlastung   und   die   Absicherung   der   Erfolge   sorgte.   Als wahrer    Glücksbringer    erwies    sich    Michael    Wiesbauer ,    weil    alle    acht    Spiele,    in    den    er mitwirkte, gewonnen wurden. Fünf   Meistertitel   seit   1990   und   nur   einer   war   immer   ein   Teil   der   Mannschaft:   Kurt   Stocker   erhöhte   mit   weiteren   sechs   Saisoneinsätzen   seine   Laufleistung   geschätzt   auf   über   2500 Dorfmeisterschafts-Kilometer   und   es   wären   weitaus   mehr,   wenn   die   meisten   Plätze   nicht   so kurz wären. Mit   hohem   Einsatz   und   Laufstärke   waren   unsere   Skitrainer   auch   in   dieser   Saison   wieder kostbare   Stützen   der   Mannschaft.   Karl   Thaler   und   Mario   Sieder    spielten   in   neun   Partien, beide erzielten zwei Tore und waren absolute Leistungsträger im Finalspiel gegen Haus. Die   kürzeste   Anreise   zu   den   Heimspielen   hat   Robin   Hutegger ,   der   als   Außenverteidiger   mit Offensivdrang    bei    allen    fünf    Spielen,    in    denen    er    in    der    Startaufstellung    stand,    auf    der Siegerseite   war.   Auch   die   Bilanz   von   Stefan   Scherz    ist   mit   22   Punkten   aus   acht   Spielen herausragend   und   der   Heimspieltreffer   gegen   Donnersbach   war   einflussreich   genug,   nur   sein ausgebliebenes Frühjahrstor verbleibt als kleiner Makel. Mit   sieben   Toren   (davon   sechs   im   Herbst)   und   sieben   Vorlagen   (davon   sechs   im   Frühjahr)   ist unser   Super-Techniker   Andreas   Zechmann    eindeutig   der   Topscorer.   Nicht   nur   mit   seiner Kreativität   und   Übersicht   war   er   ein   entscheidender   Bestandteil   des   Meisterteams,   sondern immer wieder auch mit Balleroberungen oder Tacklings. Fehlt   nur   noch   der   Kapitän   Andreas   Stocker ,   der   sich   in   den   letzten   Jahren   immer   mehr   zum Führungsspieler   entwickelt   hat   und   als   Mittelfeldstratege   für Abwehrstabilität,   Spielaufbau   und auch Torabschlüsse sorgt. Es    wäre    sehr    wünschenswert,    dass    diese    großartigen    Burschen    möglichst    vollzählig versuchen,   den   Meistertitel   zu   verteidigen.   Es   ist   ja   kein   Geheimnis,   dass   einige   in   höheren Spielklassen   vertretene   Verein   der   Region   darum   bemüht   sind,   Spieler   unserer   Mannschaft abzuwerben. Mitbieten können wir da nicht, oba dahoam is dahoam. Die   Saison   2018/19   endet   offiziell   am   30.   Juni.   Wir   schlafen   auch   im   Sommer   nicht   und werden   unsere   Meistermannschaft   in   den   nächsten   Wochen   etwas   persönlicher   in   Wort   und Bild vorstellen.
BESTE TORSCHÜTZEN BESTE VORLAGENGEBER
Georg Skopek 10 Tore Andreas Zechmann 7 Tore Peter Weichbold 4 Tore Alexander Hutegger 3 Tore Andreas Stocker 3 Tore Ch. Fischbacher 3 Tore Norbert Knauß 3 Tore Mario Sieder 2 Tore Tobias Huemer 2 Tore Karl Thaler 2 Tore Stefan Scherz 1 Tor Norbert Pitzer 1 Tor
Andreas Zechmann 7 Vorlagen Peter Weichbold 4 Vorlagen Georg Skopek 2 Vorlagen Alexander Hutegger 2 Vorlagen Mario Sieder 2 Vorlagen Tobias Huemer 2 Vorlagen Meinhard Steiner 2 Vorlagen Andreas Stocker 1 Vorlage Matthias Stocker 1 Vorlage Robin Hutegger 1 Vorlage Karl Thaler 1 Vorlage Michael Wiesbauer 1 Vorlage Sebastian Trinker 1 Vorlage Norbert Knauß 1 Vorlage Stefan Scherz 1 Vorlage
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